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Kakaobohnen
Der Kakaobaum stammt aus dem tropischen Gürtel von Mesoamerika, einem Gebiet, das vom heutigen Mexiko über Mittelamerika bis nach Panama reicht. Der Begriff Kakao ist aztekischen Ursprungs (cacauatl). Das bei den benachbarten Mayas übliche Kakaogetränke hieß „xocoatel“ und wurde mit ein paar Umwegen zum Namensgeber der Schokolade. Woher die Frucht ursprünglich stammt, ist noch nicht ganz klar. Neuere archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Wiege der Kakaofrucht im Amazonasgebiet des heutigen Peru stand. Woher auch immer: als Getränk und als Schokolade hat Kakao den Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Kakao wird heute nicht nur in Mittelamerika, sondern auch in tropischen Gürtel Afrikas und Asiens angebaut.


Kakao – Trank der Götter
Im präkolumbischen, tropischen Amerika wurden aus Kakao kalte, oft ungesüßte Getränke zubereitet, die mit dem uns vertrauten Kakaogetränk wenig gemeinsam hatten. Mit scharfen Gewürzen und vergärt, also mit Alkohol versetzt, wurde das Getränk vor allem bei Zeremonien und rituellen Festen gereicht. Für die Azteken waren Kakaobohnen so wertvoll, dass man mit ihnen fast alles kaufen konnte. Kakaobohnen waren eine zeitlang die akzeptierte Währung im Sklavenhandel. So ist es nicht verwunderlich wurden früher des Öfteren als braunes Gold bezeichnet, als ein göttliches Geschenk, das Getränk als „Trank der Götter“, was wohl auch mit ihrem Preis und ihrer Verfügbarkeit zusammen hing.

Kakao – das Aphrodisiakum
Die Spanier brachten den Kakao 1519 nach der Eroberung des Aztekenreiches nach Europa. Im 17. Jahrhundert kam er als Arznei nach Deutschland. In Adelskreisen entwickelte er sich rasch zum Modegetränk, da dem Kakao besondere Bekömmlichkeit und verschiedene Heilwirkungen nachgesagt wurden. Auch seine aphrodisierende Wirkung sprach sich schnell herum. Entscheidend für die Verbreitung des Kakaos als Genussmittel war allerdings die Entdeckung, dass er mit Rohrzucker gesüßt ein sehr aromatisches Aroma entwickelt und auch europäischen Gaumen gut schmeckt. Kakao war das Lieblingsgetränk von König Ludwigs XIV. Was Kakao betrifft, war der König Trendsetter und viele große und kleine Machthaber eiferten ihm nach.

Zu jener Zeit gab es Kakao in einer speziellen Zubereitungsform, die in Europa inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Die gemahlenen, fermentierten Kakaobohnen wurden zu kleinen Kugeln geformt gehandelt oder zu Platten gepresst und getrocknet. Sie enthielten weder Zucker noch Milch und waren nicht zum direkten Verzehr bestimmt. Zubereitet wurde das Getränk mit Wasser und Zucker, je nach Geschmack und Geldbeutel, denn Kakao war teuer. Auch heute noch trifft man den Kakao als Platte oder als Kugel auf den Märkten Mittelamerikas an.

Kakao - Wohltat für Blutdruck und Nerven

Schokoladensorten mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent haben eine blutdrucksenkende Wirkung. Das hängt damit zusammen, dass Kakao viele Flavanole enthält, die die Elastizität der Blutgefäße erhöhen und damit eine positive Wirkung auf den Blutdruck haben. So kann der Verzehr von Kakaoprodukten dazu beitragen, das Schlaganfallrisiko zu senken. Die im Kakao enthaltenen Stoffe Theobromin und Theophyllin wirken sich zudem stimulierend auf den Kreislauf und das zentrale Nervensystem aus. Dunkle Schokoladensorten enthalten darüber hinaus auch besonders viele Antioxidantien, die im Körper als Radikalfänger dienen.

Kakao sozial- und umweltverträglich
Kakao ist heute längst kein Genussmittel der Eliten mehr. Als Massenprodukt mit Produktionsstätten rund um die Welt überschwemmt Kakao in verschiedensten Zubereitungsformen die Lebensmittelmärkte – oft auf Kosten von Natur, Menschen und Umwelt.

Die Kakaobohnen, die wir Ihnen anbieten, stammen aus ökologischer oder agroökologischer Produktion aus Lateinamerika mit dem entsprechenden Biosiegel. Kinderarbeit unter sklavenartigen Bedingungen sowie schlecht bezahlte Lohnarbeit sind bei uns ausgeschlossen. Die Kakaoschoten wurden von Bäuerinnen und Bauern und ihren Familien meist in Mischkultur angebaut, von Hand geerntet und noch vor Ort fermentiert und behutsam aromaschonend getrocknet. Alle Qualitäten tragen in ihrem Heimatland das Fairtrade-Siegel. Die meisten Kooperativen haben sich auch mit dem Siegel für kleinbäuerliche Landwirtschaft – SPP auszeichnen lassen.

Es liegt in ihrer Hand, aus diesen Kakaobohnen ein göttliches Getränk oder eine göttliche Speise zu machen!