Filmempfehlungen

we feed the world Dokumentarfilm von Erich Wagenhöfer, 95 Min. Österreich 2005,

We feed the world ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern und mit einer eigensinnigen Filmsprache Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat.


taste the waste Dokumentarfilm von Valentin Thurn, 88 Min., Deutschland 2011

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen?Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.

10 Milliarden - wie werden wir morgen alle satt Dokumentarfilm von Valentin Thurn, 100 Min. Deutschland 2015.pollos

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Wo wird dann die Nahrung für alle herkommen? Wird es die industrialisierte Landwirtschaft schaffen, genug auf unsere Teller zu bekommen? Soll sich zukünftig jeder vegetarisch ernähren oder sind Insekten die neue Proteinquelle? Wie geht es mit der Massentierhaltung weiter oder kann Fleisch auch künstlich in Laboren hergestellt werden? Was wäre, wenn wir unsere eigene Nahrung jeweils selbst anbauen? Film-Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Antworten und Lösungen. Dabei erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion.

 

Um Fair zu sein - Kaffeegenuss ohne Umwege, Dokumentarfilm von Andreas Grube, 35 Minuten, Österreich 2009

180 Millionen Euro geben Menschen täglich für Kaffee aus. Das Genussmittel Kaffee ist, was nur wenige wissen, nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff der Welt und damit ein typisches und gutes Beispiel dafür, was Globalisierung konkret heißt. Eher wenig bekannt sind die Herkunft des Kaffees und die näheren Umstände, wie er gehandelt wird. Diese möchte der Dokumentarfilm näher beleuchten. Ausgehend vom Konsumenten macht er sich auf den Weg zurück zum Beginn der Produktionskette und schildert die Geschichte hinter der Kaffeehaus-Fassade. Er hinterfragt die oft genug einseitig positiv beschriebenen Auswirkungen der Globalisierung und will genau wissen, wie viel die Kaffeebauern an der Produktion verdienen und was dies für ihr Leben bedeutet.
300 Menschen sind im Schnitt an den einzelnen Produktionsschritten einer Tasse Kaffee beteiligt. Der Film stellt die Stationen der Herstellung und Verarbeitung von Rohkaffee an drei parallel erzählten Beispielen mit ihren je unterschiedlichen Produktions- und Handelsbedingungen, in verschiedenen Regionen der Welt, dar. Dabei liegt der Fokus immer auf der Situation der Produzentinnen und Produzenten in den Ländern des Südens – hat aber gleichrangig die Verantwortung der Konsumenten in den Industrieländern im Blick.

Kakao - zwischen Bio und Börse, 35 Min. Dokumentarfilm von Stefan Hartmann, Schweiz/Bolivien 1990

Fernando und seine Familie bei der Kakaoernte. Sie gehören zu den insgesamt 800 Mitgliedern der Genossenschaft El Ceibo. Nachdem die Bauern vor 25 Jahren vom Altiplano Boliviens ins fruchtbare Tiefland zogen und zunächst unerfahren und mittellos mit dem Anbau von Wildreis und Kakao begonnen hatten, schlossen sie sich nach einigen Jahren zu einer Kooperative zusammen, um sich vor allem von den Zwischenhändlern unabhängig zu machen. Seitdem vermarktet El Ceibo den Kakao, und seitdem dieser nach Kriterien des biologischen Anbaus erzeugt wird, bestehen direkte Handelsverbindungen nach Europa, u.a. zu Organisationen für einen gerechteren Handel in der Schweiz und in Deutschland. Der biologische Kakao hat sich als Nische im Welthandel erwiesen und bringt den Produzenten bessere Erlöse als der konventionell erzeugte. Der Film gibt vielfältige Einblicke in die Arbeit der Genossenschaft und er zeigt, wie unser Konsumverhalten die Lebenssituation der Menschen im globalen Süden beeinflusst.